AssmannPeiffer berät als Kanzlei für Energierecht speziell auch Mandanten mit Fragestellungen zu dezentraler Energieversorgung: Mieterstrom-Modellen und Regionalstrom

Regelenergie

Virtuelles Kraftwerk

Virtuelle Kraftwerke helfen bei der Flexibilisierung von Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und dem Stromverbrauch. Hierbei werden mehrere dezentrale Stromerzeugunganlagen wie Blockheizkraftwerke oder Photovoltaikanlagen über ein zentrales Lastmanagement- und Leitsystem gebündelt.

Dezentrale Erzeugungsanlage digital kombiniert

In der Summe ergibt sich damit ein eigenes - virtuelles - Kraftwerk, welches über eine gemeinsame IT-Verbindung gesteuert wird. Denn Strom aus erneuerbaren Energien muss verbrauchsorientiert steuerbar sein, um nachhaltig zur Energiewende beizutragen. Nur so ist ein zuverlässiger Netzbetrieb möglich.

An virtuellen Kraftwerken können sowohl klassische Erzeuger wie KWK-Anlagen und Erdgas-BHKW als auch Notstromaggregate und Photovoltaik- oder Windenergie-Anlagen teilnehmen. Neben Energieerzeugern lassen sich auch flexible Verbraucher, wie beispielsweise Power-to-Heat- und Power-to-Gas-Anlagen, virtuell zusammenschalten.

Energievertragsrecht für innovative Energiekonzepte

Rechtliche Grundlage für die Bildung eines virtuellen Kraftwerks ist eine Vielzahl von Verträgen mit den Teilnehmern auf Erzeuger- und Verbraucherseite. Darin müssen – angepasst auf den jeweiligen Einzelfall – die Bedingungen für die Steuerung und Vermarktung der Anlagen festgelegt werden.

Eine wichtige Einnahmequelle für virtuelle Kraftwerke ist der Regelenergiemarkt, auf dem die flexible Leistung vermarktet wird. Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber schreiben den Bedarf an Regelenergie, also flexibler Leistung zum jederzeitigen Ausgleich von unvorhergesehenen Fahrplanabweichungen, über die gemeinsame Internetplattform www.regelleistung.net aus.

Dabei ist je nach Abrufzeit und Art in positive und negative Primärregelleistung, Sekundärregelleistung und Minutenreserveleistung zu unterscheiden.

Virtuelle Kraftwerke profitieren vom Regelenergiemarkt

Um am Regelenergiemarkt teilnehmen zu können, ist ein umfangreiches Präqualifikationsverfahren durchzuführen.

Neben dem IT-Sicherheitskonzept kommt es dabei gerade für erneuerbare Stromerzeugungsanlagen auf ein schlüssiges Besicherungskonzept für unvorhergesehene Ausfälle an. Daneben sind die gesetzlichen und behördlichen Vorgaben der Bundesnetzagentur zu beachten.

Weitere Geschäftsmodelle für virtuelle Kraftwerke und erneuerbare Energien

Neben dem Regelenergiemarkt übernehmen virtuelle Kraftwerke auch die Direktvermarktung des von ihren Teilnehmern erzeugten Stroms. Für die geförderte Direktvermarktung nach dem EEG sind dabei die Anforderungen der §§ 20 ff. EEG 2017 zu beachten.

Die zukünftige Entwicklung von virtuellen Kraftwerken hängt entscheidend von den gesetzlichen Rahmenbedingungen ab. Vor allem das Strommarktdesign 2.0 hat starke Auswirkungen auf das Geschäftsmodell.

Fazit

Erneuerbare Energien aus dezentralen Energieversorgungsanlagen wie Photovoltaik, Blockheizkraftwerke oder Windanlagen sind dank virtueller Kraftwerke zukunftssicher und konkurrenzfähig. Entscheidend sind die vertraglichen Vereinbarungen, die wir bei AssmannPeiffer erfahren und kompetent für unsere Mandanten verhandeln.

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